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Stichwort Gen-Doping
- Vor Gen-Doping warnen Forscher schon lange. Seit Januar 2003 zählt es zu den vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verbotenen Methoden. "Gen-Doping ist die nicht-therapeutische Anwendung von Zellen, Genen, Gen-Elementen oder der Regulierung der Gen-Expression, welche die sportliche Leistungsfähigkeit erhöhen kann", schrieb die niederländische Anti- Doping-Agentur im Februar 2004.
"Die Thematik eröffnet einen breiten Raum für Spekulationen", heißt es dazu auf der Homepage des Kölner Anti-Doping-Labors von Professor Wilhelm Schänzer.
Als Schutz vor Gen-Doping schlagen die Experten vor, die Athleten über die hohen Risiken verstärkt aufzuklären und die pharmazeutische Industrie zur Unterzeichnung eines Codex zu bewegen, die Produkte nicht zu Dopingzwecken zu verkaufen.
Zugleich gehen die Niederländer nicht davon aus, dass in naher Zukunft ein sicherer Gen-Doping-Test entwickelt wird. Einziger Weg, zu ersten Erfolgen zu kommen, sei das Monitoring. Darunter sind vergleichende Beobachtungen der abgegebenen Dopingproben eines Athleten zu verstehen.
Der schwedische Mediziner Bengt Saltin, Vorsitzender der medizinischen Kommission des Welt-Skiverbandes FIS, hält Gen-Doping derweil schon jetzt für nachweisbar. Nur die rechtlichen Grundlagen seien noch nicht gelegt, sagte er. Sonst könnte man im positiven Fall Sanktionen auf der Basis anormaler Blutparameter verhängen: "Wenn man diese Blutuntersuchung zuließe, wäre Gen-Doping leicht nachzuweisen."
(sid)
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