Der
Beruf eines Trainers zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass er jungen
Menschen körperliche Fertigkeiten
entwickeln und vervollkommnen hilft, sondern dass er auch erheblichen
Einfluss auf den Sozialisierungsprozess der Kinder und Jugendlichen durch
seine eigene gelebte Persönlichkeit hat.
Es sollte als Privileg empfunden werden, mit Kindern und Jugendlichen
arbeiten zu dürfen.
Nachdem der DLV sowie der DOSB sich eindeutig hinsichtlich dopingbelastete Trainer positionierte, indem durch ein sportinternes Findungsverfahren die Unbedenklichkeit der Weiterbeschäftigung als Bundestrainer attestiert wurde, wollte der DOH e.V. ein Zeichen setzen.
In diesem Jahr wurde die Heidi-Krieger-Medaille
zu gleichen Teilen an vier Persönlichkeiten des Sportes aus Ost
und West verliehen, die sich auf Grund ihrer jahrzehntelangen, konsequenten
Haltung gegen Sportbetrug
in Form von Doping verdient gemacht haben.
Prof. Dr. Werner Franke hielt die Laudatio und sagte über die Preisträger:
„Sie hatten nur ihre Menschlichkeit, die Courage zu widerstehen.“


Henner Misersky
Der
Thüringer Skilanglauftrainer Henner
Misersky hatte auf Grund seiner Weigerung, sich am Staatsdoping der DDR
zu beteiligen, bewusst berufliche sowie persönliche Nachteile in Kauf
genommen.

Hansjörg
Kofink (links)
Hansjörg Kofink (Rottenburg), ehemaliger
Bundestrainer für Kugelstoßen, tritt seit Jahrzehnten immer
wieder kritisch und kraftvoll gegen die Mauer der Doping-Ignoranz in den
deutschen Sportverbänden und Sportpolitik auf.

Horst Klehr
Horst
Klehr, Apotheker aus Mainz, ist Gründungsmitglied
der ersten Dopingkommission des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Aus
seiner menschlichen und fachlichen Verantwortung heraus, half er maßgeblich,
das Thema Doping im Sport zu thematisieren und gegen diese verhängnisvollen
Entwicklung Maßnahmen zu entwickeln.